Eichelbrot

Ein Brot für die schlechten Tage.


 

In Hungerzeiten griff man auf alles zurück, was man hatte. So versuchte man aus den verschiedensten Produkten Brot zu backen, zum Beispiel aus Hafer, Kastanien, dicken Bohnen oder Eicheln. Auch wenn einige Zutaten nur den Hunger stillten, viele der "Notrezepte" sind tatsächlich nicht nur essbar, sondern auch lecker.

Wie so manches aus der Kategorie "Arme-Leute-Essen" geniessen Eicheln natürlich keinen guten Ruf und schmecken im Rohzustand auch nicht sonderlich gut. Aber wenn man erst einmal die bitteren Aromen neutralisiert hat, erhält man ein ungewöhnliches, schmackhaftes Brot.

 

Zutaten:

2 Hände voll Eicheln (50-80g), 20g Hefe, 1 Tl Salz
 

  • 1. Stufe: Erster Tag

Eicheln vierteln, schälen und in Wasser 24 Stunden einlegen. Dabei muss das Wasser mehrmals gewechselt werden. Eine Erklärung hierfür ist die Gerbsäure (ich glaube Tannin), die Magenschmerzen verursachen kann.

Eichelbrot
 

  • 2. Stufe: Zweiter Tag

Die Eicheln unter mehrmaligem Wasserwechsel ca. 30 Minuten kochen, bis das Wasser nicht mehr braun wird.

Eichelbrot
 

  • 3. Stufe: Zweiter Tag

Die Eicheln 30 Minuten im Backofen bei ca. 100°C trocknen und dann zu Mehl malen.

 

  • 4. Stufe: Zweiter Tag

Das Eichelmehl wird im Verhältnis 2:1 mit Mehl  vom Typ 1050 gemischt. Das heißt zwei Teile Mehl kommen auf ein Teil Eichenmehl. 

Dazu kommt für jeweils ca. 300g Mehl-Mix ein TL Salz und 20g Hefe hinzu. Mischt es in einer Schüssel mit etwas Wasser, so das ein fester, nicht klebriger Teig entsteht. 

Eichelbrot
  

  • 5. Stufe: Backen

Lasst den Teig nun 30-60 Minuten an einem warmen Ort gehen. 
Das Brot wird nun ca. 40-50 Minuten bei 180°C gebacken.

Eichelbrot
 

PS. 

- Soll ganz gut schmecken und Passt  gut zu Käse und Honigbutter

- Habe es gebacken und befinde es als alltagstauglich! Der Geschmack ist gut spürbar, erinnert an duftende Eicheln, was auf der Tafel zu entsprechenden Festen nicht fehlen sollte (testet und schaut, ob es euch mundet).

- Hält länger frisch als normales Brot.

 

Literatur: Jacob Blume "Das Buch von Guter Speise" und eigene Testung